Erfahrungsbericht Oplatka - Hebammenpraxis Scheidegg

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Erfahrungsbericht Oplatka

 
 




Erfahrungsbericht Familie Oplatka Binz

Nach einer turbulenten Schwangerschaft mit vielen Fehlalarmen wegen wilden Wehen, grosser Ungeduld und Erschöpfung mit riesigem Bauch, Übertragen nach dem errechneten Termin (18.12), dazu einer lästigen Grippe mit Fieber kamen die "echten" Geburtswehen endlich in der Nacht vom 24.12. Im Lauf vom Morgen machten wir uns mit Fanny auf den Weg nach Burgdorf, wo wir ein sehr gut eingerichtetes, schönes blaues Gebärzimmer bekamen.

Leider wurden im Lauf der Geburt die Wehen immer heftiger, ohne dass sich der Muttermund dabei merklich öffnete, so dass eine Periduralanästhesie nötig wurde. Diese wirkte aber nicht optimal. Gegen Abend war ich so entkräftet, dass ich mir nur noch einen Kaiserschnitt wünschte und gar nicht mehr an eine Spontangeburt glaubte. Da die Herztöne vom Kind nach wie vor gut waren und der Muttermund sich inzwischen doch geöffnet hatte, bekam ich zusätzlich Wehenmittel.

Fanny sagte dann, es wäre nun gut, wenn das Kind "mithelfen" und seine Lage verändern würde. Ich war ziemlich fertig und überzeugt, dass das unmöglich ist und ein Kaiserschnitt unumgänglich, aber nachdem ich in eine Seitenlage kam spürte ich plötzlich, dass sich das Kind tatsächlich nach unten bewegt.

Das motivierte mich enorm und gab mir riesige Hoffnung. Die letzte halbe Stunde der Geburt verlief sehr gut. Ich wusste, dass die Richtung vom Druck nun stimmte und konnte wieder "ja" sagen.

Als Lenard auf die Welt kam, war er so erschöpft, dass er keinen Laut von sich gab. Wir sind sehr erschrocken, aber er atmete problemlos; nur sein Tonus war viel zu tief, er brauchte ein paar Tage, um kräftiger zu werden.

Lenard ist mein drittes Kind, der Abstand zur letzten Geburt beträgt zwölf Jahre, ich bin mit 41 Jahren eine spätgebärende Frau. Entsprechend wurden wir bei den Vorsorgeuntersuchungen mit Fragen zum Thema Behinderung konfrontiert. Wir hatten uns nach vielen Gesprächen gegen eine Fruchtwasserpunktion entschieden. Lenard ist völlig gesund, was ich nach der Geburt lange fast nicht glauben konnte.

Inzwischen ist er ein sehr fröhliches, pflegeleichtes Baby mit fünf Halbgeschwistern, die ihn liebevoll umsorgen. Seine schwere Geburt hindert ihn nicht daran, uns täglich alle viele Male glücklich anzulächeln.
Auf dem Foto ist er vier Wochen alt.

Danke Dir tausend Mal Fanny, für Deine kompetente Betreuung in einer nicht ganz leichten Situation. Wir waren sehr, sehr froh um Dich!




 
 
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü