Erfahrungsbericht Oberli_2016 - Hebammenpraxis Scheidegg

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Erfahrungsbericht Oberli_2016

 
 




Erfahrungsbericht Familie Oberli


Nach mehreren Fehlalarmen im Vorfeld (nur Vorwehen) verlor ich am 21.04.2016 um etwa 04.30 Uhr ein wenig Fruchtwasser und hatte leichte Wehen. Da mein erstes Kind damals recht schnell auf die Welt gekommen ist, hat mich Fanny angewiesen, mich von Anfang an bei ihr zu melden, damit genug Zeit für alles bleibt.

Sie kam dann etwa um sechs Uhr morgens zu uns nach Hause und nach der Untersuchung bestätigte sie, dass die Geburt losgeht. Ich hatte immer noch leichte Wehen, die ich schon etwas veratmen musste. Nachdem meine Tochter abgeholt worden ist, fuhren wir ins Spital nach Burgdorf. Als wir um etwa acht Uhr ankamen, hatte es mein Kind nicht mehr eilig und die Wehen wurden sehr unregelmässig und immer weniger.

Wir versuchten Verschiedenes (Tee/Kügeli/spazieren gehen/Positionswechsel), doch bis am Abend geschah nichts mehr. Fanny war in dieser Zeit immer wieder da, um das weitere Vorgehen mit uns zu besprechen und obwohl ich noch hätte warten können, entschloss ich mich nach etwa zwölf Stunden die Wehen künstlich einzuleiten. Fanny schaffte es, die Ärzte zu überzeugen, dass ich trotz keinen 4 cm Muttermunderöffnung (ich war bei 3,5 cm) einen Wehentropf bekomme und nicht wie üblich das Zäpfchen. Fanny riet mir dazu, da man den Tropf besser dosieren könne. Also wurde mir um etwa halb sechs der Wehentropf angehängt. Fanny war vorsichtig und verabreichte mir die Minimaldosis. Tatsächlich wirkte der Tropf innert Minuten und in kürzester Zeit hatte ich starke, regelmässige Wehen.

Zwischen den Wehen konnte ich mich immer wieder erholen und durchatmen. Als Fanny mich nach einiger Zeit untersuchte, war der Muttermund etwa vier bis fünf cm geöffnet. Aus diesem Grund liess sie den Tropf noch weiterlaufen. Nach etwa einer Stunde starken Wehen wurden diese richtig heftig und schmerzhaft. Ich bat um die Schmerzpumpe, da die Schmerzen immer schlimmer wurden und ich auch zwischen den Wehen nicht schmerzfrei war und mich nicht mehr erholen konnte.

Natürlich wusste ich, dass es noch eine Weile dauert, bis diese vorbereitet ist. Nach der Geburt erzählte mir Fanny, dass dummerweise die Schmerzpumpe der Station schon in Gebrauch war und sie bei der Anästhesie um eine weitere bitten musste. Dadurch ging es natürlich noch etwas länger. Da sie jedoch merkte, dass ich es kaum noch aushalten konnte, organisierte sie in der Zwischenzeit ein anderes Schmerzmittel zur Überbrückung.

Zwischendurch war sie natürlich immer wieder bei mir und unterstütze mich und meinen Mann und redete mir gut zu. Bei der nächsten Untersuchung war mein Muttermund schon etwa acht cm geöffnet. Schlussendlich reichte es auch für das andere Schmerzmittel nicht mehr, denn gerade als die Ärztin mit dem Medikament reinkam, merkte ich, dass das Kind kommen möchte und kündigte an, dass ich jetzt pressen müsse. Die Presswehen empfand ich als Erleichterung. Jetzt konnte ich aktiv mithelfen und die kaum auszuhaltenden Eröffnungswehen waren vorbei. Fanny musste mich immer wieder etwas bremsen da ich sogar etwas zu fest presste.

Um 19.26 Uhr erblickte dann unser Sohn Joel Jasha das Licht der Welt. Ich bekam ihn sofort auf den Bauch und durfte mit ihm kuscheln, während mein Mann die Nabelschnur durchschnitt, ich nachher noch die Plazenta gebar und mir der leichte Dammriss genäht wurde. Da es auch für Joel zu schnell gegangen war, war er anfangs richtig blau. Da jedoch weder Fanny noch die Ärztin je beunruhigt wirkten, machte ich mir zu keiner Zeit Sorgen und Joel erholte sich schnell und bekam eine gesunde, rosige Farbe.

Die Zeit nach der Geburt war wunderschön. Wir durften lange mit Joel kuscheln bevor Fanny ihn holte um ihn im Gebärzimmer mit meinem Mann zusammen zu untersuchen, zu wiegen, zu messen und anzuziehen.

Die Schmerzen unter der Geburt waren zwar sehr heftig und schlimm für mich, doch ich fühlte mich während der ganzen Zeit wunderbar betreut und empfand es als wunderbar, die ganze Zeit von der gleichen Hebamme, die ich sogar kannte, betreut zu werden.

Auch die Wochenbettbetreuung durch Fanny war toll, da sie genau wusste, was alles passiert ist und wir die Geburt immer wieder durchgehen und besprechen konnten. Was auch zu einem hauptsächlich positiven Erlebnis beigetragen hat, war die Ruhe, die während der ganzen Zeit von Fanny ausgestrahlt wurde. Bei der Geburt unserer Tochter war es immer mal wieder ein wenig hektisch und die Hebamme wirkte ab und zu nervös, was sich natürlich auch auf uns übertragen hatte.

Wir sind Fanny von Herzen dankbar für ihre Betreuung und sind überglücklich über unseren Joel Jasha.

 
 
 




 
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